Meine Anzucht von Tomaten, Paprika & Chili

Zur Anzucht von Tomaten, Paprika & Chili finden sich unzähliche Anleitungen und Tips im Netz. Unabhängig davon möchte ich Euch kurz zeigen, wie ich im Einzelnen vorgehe und was sich bei mir seit Jahren bewährt hat.

Die gereinigten und getrockneten Samen (aus eigener Ernte) bewahre ich in papiernen Teefilter-Tüten auf, die ich am hinteren oberen Ende auf eine DIN A 5 Karteikarte geheftet habe. Oben ist die Beschriftung des Inhaltes und Erntejahres und auf der Rückseite der Karte können noch Details wie Standort, Wuchs etc. notiert werden. Die Samenkarten lassen sich so sehr gut in einem Karteikasten o.ä. lagern, bei mir kommen sie in entsprechende Boxen/Einteilungen in meine Samenkiste aus Holz, wo sie übersichtlich, trocken und dunkel bis zum nächsten Jahr/Einsatz gelagert werden.

Chilisamen in Kamillentee, Deckel auf die Box und über Nacht auf den warmen Heizkörper

Die entsprechende Anzahl der Samen kommt je nach Sorte in kleine Becher oder Döschen (z.B. Einmalschnapsgläschen oder Esspressotassen, hier kann man die Untertasse als Deckel benützen oder - ideal: kleine Kunststoffdöschen mit Deckel). Die Samen werden dann mit lauwarmen Kamillentee übergossen und bleiben hierin über Nacht eingeweicht). Das soll die Keimung anregen und gleichzeitig Bakterien abtöten - hab ich mal gelesen und mache das seitdem so. Man kann die Samen auch nur in lauwarmen Wasser einweichen, ich praktiziere die Kamillen-Methode und habe gute Erfahrungen damit gemacht.

Wichtig: Nicht versäumen, die Döschen oder Becher zu kennzeichnen, damit man am nächsten Tag auch sortenrein aussäen kann, wenn man verschiedene Sorten hat.

Samen auf Kleenex abtropfen lassen und mit Pinzette & Pikierstab auf das Substrat auflegen

Die Samen haben die Nacht in der Kamillenlösung aufgereiht auf dem warmen Heizkörper verbracht und werden dann am nächsten Tag wieder nach Sorten in Anzuchtsubsrat ausgesät. Ich verwende für die Aussaat bei kleineren Mengen - pro Sorte 12 Samen - Plastikschalen, wie man sie für Fleischsalat o.ä. beim Metzger bekommt (oder für kleines Geld z.B. in der Metro, Handelshof o.ä.). In den Boden werden 4 - 6 Löcher gestanzt, damit überflüssiges Wasser ablaufen kann.

auf das feuchte Anzuchtsubstrat aufgelegte Samen

Man kann entweder kleine Mulden in das angefeuchtete Substrat drücken und die Samen hineinlegen, das ist bei feinerem und dunklem Samengut empfehlenswert, das zudem meist (weil so fein) auch nicht eingeweicht wird, oder wie bei den hellen, relativ großen Samen von Chili, Paprika & Tomaten diese nur einfach auf das Substrat legen.

aufgelegte Samen leicht einige Millimeter tief in das Substrat drücken

Ich drücke dann die aufgelegten Samen mit dem abgerundeten, dickeren Ende des Pikierstäbchens (ideal dazu sind z.B. auch die Einweg-Holz-Ess-Stäbchen, die man mitbekommt, wenn man sich Sushi to go holt) leicht einige Millimeter in das angefeuchtete Substrat ein, bevor ich diese Mulden und die Oberfläche leicht mit Substrat abdecke.

Substrat und Samen nochmals leicht anpressen

Nachdem die kleinen Mulden gefüllt bzw. die Oberfläche leicht mit Substrat abgedeckt ist, dieses nochmals leicht aber gut andrücken, damit die Samen beim anschließenden Anfeuchten der Oberfläche nicht aufgeschwemmt werden.

Wenn man - wie ich hier - diese kleinen Kunststoffschalen verwendet, eignet sich eine nicht gelochte Schale sehr gut als "Stempel".

Schalen der Zimmergewächshäuser mit den einzelnen Saatschalen

Die einzelnen Anzuchtschalen kommen dann in die Unterschalen der Zimmergewächshäuser und die Oberflächen bzw. Abdecksubstrat werden zum Abschluss alle nochmals gut angefeuchtet.

 

 

 

 

 

Ideal dazu eignet sich ein sogenannter "Wäschesprenger" (gibt's in der Haushaltsabteilung), da hier sehr sanft und ohne großen Druck bzw. ohne die Samen auszuschwemmen, die Schalen gut angefeuchtet werden. Ich verwende diesen Sprenger auch zum regelmäßigen Befeuchten der Saatschalen und auch noch, wenn dann die zarten Keimlinge spitzen.

Zimmergewächshäuser am Südfenster

Die Aussaat ist fertig und die Zimmergewächshäuser bekommen ihre Hauben und ihren Platz am Fenster. Von unten die Fußbodenheizung und durch die Scheiben ganztägig die Sonne (im Idealfall) - ideales Klima im Zimmergewächshaus, jetzt heißt es nur noch abwarten, bis die Samen keimen.

Nicht vergessen neben der regelmäßigen täglichen Kontrolle zu besprengen, damit das Substrat nicht austrocknet und - falls es die Sonne zu gut meint - die Lüftungsschieber in den Dächern zu öffnen bzw. wieder zu schließen, damit sich kein Schimmel bildet.

Tiere im Garten

 

... neben unserem Hund Balou gehören einfach dazu und die schönsten Schnappschüsse finden sich in der Galerie "Tiere im Garten"

Balou 1.Mai 2013
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Frühjahrsmüdigkeit auf 4 Pfoten
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